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Thorakales Aortenaneurysma mit neuartigem Stent-System behandelt

 

Was sind thorakale Aneurysmen?

Bei Aussackungen der Brustschlagader, sogenannten thorakalen Aneurysmen, handelt es sich um eine seltene Gefäßerkrankung, an der ungefähr sechs von 100.000 Menschen leiden. Häufig sind die Erkrankten älter als 60 Jahre, Männer sind fünfmal häufiger als Frauen betroffen. Besonders kompliziert zu behandeln sind diese Aneurysmen, wenn zusätzlich aus der Hauptschlagader abgehende Gefäße mit betroffen sind.

Neuartige Behandlung:

Das Klinikum Chemnitz berichtet über die europaweit erste Behandlung eines komplexen thorakalen Aortenaneurysmas mit einem neuartigen Stent-System. Der minimalinvasive Eingriff erfolgt endovaskulär per Katheter und ermöglicht es, während der Operation Abgänge für mitbetroffene Gefäße direkt am Patienten anzulegen (In-situ-Fenestration). Dadurch werden teure, patientenspezifische Spezialanfertigungen und lange Wartezeiten weitgehend überflüssig, die Therapie wird einfacher und wirtschaftlicher.

Als erstes wurde ein 81-jähriger Patient mit einer teilweise gerissenen Erweiterung im Bereich des Abgangs zur linken Armarterie behandelt; die Operation dauerte etwas über zwei Stunden und verlief komplikationslos. Der Artikel betont, dass für solche Eingriffe die Erfahrung eines spezialisierten Aortenzentrums sowie ein eingespieltes Team und moderne Hybrid-OP-Technik entscheidend sind.