Inhaltsverzeichnis:
Auslöser der DebatteIn den letzten Tagen berichten Medien über eine Kontroverse rund um Jens Spahn und seinen Ehemann Daniel Funke. Im Mittelpunkt steht, dass sie mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden sind. In Deutschland ist Leihmutterschaft rechtlich verboten, zudem ist das Thema politisch stark umstritten. Zunehmende Kritik innerhalb der CDUIn der Folge werden aus der CDU heraus öffentliche Einwände bekannt. Als prominentes Beispiel wird in der Berichterstattung genannt, dass der CDU‑Landesvorsitzende in Mecklenburg‑Vorpommern Daniel Peters Spahn scharf kritisierte und seinen Rücktritt als Fraktionsvorsitzender forderte. Die Kritik bezieht sich in der Darstellung insbesondere auf die Frage politischer Vorbildfunktion und Glaubwürdigkeit. Parallel dazu werden weitere Stimmen aus der CDU/CSU aufgegriffen, die das ethische Spannungsfeld thematisieren, teils zurückhaltend argumentieren, aber den Vorgang als politisch heikel beschreiben. Heutige Meldung über den RücktrittJens Spahn hat seinen Rücktritt als Fraktionsvorsitzender der Union im Bundestag erklärt. In einem Schreiben an die Fraktion vom Samstag schreibt er: "Ich habe die Parteivorsitzenden von CDU und CSU, Friedrich Merz und Markus Söder, darüber informiert, dass ich mit diesem Schreiben an unsere Fraktion von meinem Amt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurücktrete." In den letzten Tagen sei ihm klar geworden, dass der Wunsch, mit seinem Mann eine Familie zu gründen und Vater zu werden, "nicht vereinbar ist mit meinem politischen Amt". Der Spagat zwischen seiner "privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft" und der Erwartung an ihn als Fraktionsvorsitzenden sei "größer geworden, als ich es erwartet hätte", heißt es in dem Schreiben weiter.
|