Mark van Bommel ist neuer Nationaltrainer Belgiens

 

Belgien hat einen neuen Nationaltrainer: Mark van Bommel übernimmt die „Roten Teufel“ und soll die Mannschaft bis zur UEFA EURO 2028 führen. Die Verpflichtung folgt auf die Trennung von Rudi Garcia, der erst seit Januar 2025 im Amt war. Van Bommel tritt seine Aufgabe laut Verband am 15. August 2026 an und erhält einen Vertrag bis Sommer 2028. Die EM 2028 wird vom 9. Juni bis 9. Juli 2028 in England, Schottland, Wales und Irland ausgetragen.

Kontext: Trainerwechsel nach der WM

Nach der jüngst beendeten Weltmeisterschaft (Austragungsorte waren USA, Kanada, Mexiko) gab es auffällig viele Trainerwechsel – auch bei mehreren Top-Nationen. Belgien reiht sich damit in eine breite Welle an Veränderungen im internationalen Fußball ein.

Ausgangslage Belgiens

Belgien kam bei der WM bis ins Viertelfinale und scheiterte dort knapp am späteren Titelgewinner Spanien. Für die kommenden Jahre wird jedoch ein Umbruch erwartet: Der belgische Kader gehörte mit einem Durchschnittsalter von 29,1 Jahren zu den ältesten der Viertelfinalisten. Mehrere Leistungsträger befinden sich im späteren Karriereabschnitt, darunter Thibaut Courtois (34), Kevin De Bruyne (35) und Romelu Lukaku (33). Van Bommel soll eine schlagkräftige Mannschaft formen und zunächst die Qualifikation meistern.

Van Bommels Profil

Als Spieler absolvierte van Bommel 123 Bundesliga-Einsätze für den FC Bayern München und beendete seine aktive Karriere 2013. Seine Trainerlaufbahn begann 2014 als Co-Trainer der niederländischen U-17. Es folgten Assistentenstationen bei Saudi-Arabien und Australien. Als Cheftrainer arbeitete er bei PSV Eindhoven, kurz beim VfL Wolfsburg sowie bis Juni 2024 zwei Jahre bei Royal Antwerp. Nach einer längeren Pause übernimmt er nun Belgiens Nationalmannschaft.

Sofort ein harter Auftakt

Der Start hat es in der Nations League gleich in sich: Debüt auswärts in Italien am 25. September, danach (drei Tage später) ein Heimspiel gegen WM-Halbfinalist Frankreich. Anfang Oktober wartet zusätzlich die Türkei. Van Bommel steht damit früh vor anspruchsvollen Gradmessern.